In der Nacht vom 15. auf den 16. April hat Russland die Ukraine mit großer Intensität angegriffen. Besonders betroffen waren die Städte Kyjiw, Odesa und Dnipro, die Ziel einer massiven Welle aus Drohnen- und Raketenangriffen wurden.
Die Dimension dieses Angriffs ist erschütternd: Innerhalb eines Tages – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden – wurden fast 700 Drohnen eingesetzt. Hinzu kamen 19 ballistische Raketen sowie weitere Marschflugkörper. Der Großteil der ballistischen Raketen richtete sich gegen Kyjiw.
Zivile Infrastruktur gezielt getroffen
Die Angriffe trafen erneut vor allem zivile Ziele. Beschädigt oder zerstört wurden unter anderem:
- Wohnhäuser
- Energie- und Versorgungsinfrastruktur
- Hafenanlagen
- Einrichtungen der Rettungsdienste, darunter auch eine Rettungswache in der Region Sumy Oblast
Mindestens 17 Menschen wurden getötet, mehr als 100 verletzt. Unter den Opfern befindet sich auch ein 12-jähriger Junge. Noch immer werden Menschen unter den Trümmern vermisst und gesucht.
Schnelle Hilfe rettet Leben
Wenn Bomben fallen, zählt jede Minute. In solchen Momenten ist Hilfe entscheidend, die sofort verfügbar ist. Der Blau-Gelbe Kreuz e.V. unterstützt die Menschen in der Ukraine mit konkreten Rettungsmaßnahmen. Auch jetzt leisten wir Hilfe – mit täglichen Hilfslieferungen sowie der Bereitstellung von Krankenwagen, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen und speziell ausgestatteten Rettungsrucksäcken mit lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung.
Dort, wo Infrastruktur zerstört wird, sind funktionierende Rettungsstrukturen überlebenswichtig. Genau hier setzen unsere Maßnahmen an.
Wir sind regelmäßig selbst vor Ort, arbeiten eng mit lokalen Partnern zusammen und bringen Unterstützung schnell, unbürokratisch und gezielt dorthin, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Weitere Hilfsmission geplant
Bereits in der kommenden Woche wird unser Team erneut in die Ukraine reisen. Vor Ort werden wir die aktuelle Lage bewerten und unsere Hilfslieferungen gezielt an den dringendsten Bedarfen ausrichten.
