Eine Delegation des Blau-Gelben Kreuzes nahm an der internationalen Großübung „rescEU’26“ in Köln teil. Die Veranstaltung brachte Einsatzkräfte und Fachleute aus ganz Europa zusammen, um die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz zu stärken. 

Das Übungsszenario sah eine Explosion in einem Chemiebetrieb vor, nach der sich eine giftige Wolke auf eine Großveranstaltung im Kölner RheinEnergie-Stadion zubewegte. Rund 800 Einsatzkräfte von THW, Bundespolizei und Feuerwehr trainierten gemeinsam den Umgang mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrenlagen (CBRN). Mehr als 250 Expertinnen und Experten aus 15 Ländern verfolgten die Übung. 

Besondere Aufmerksamkeit galt Spezialisten aus der Ostukraine. Viele der geübten Szenarien entsprechen den Herausforderungen, mit denen ukrainische Rettungs- und Katastrophenschutzkräfte seit Beginn des russischen Angriffskrieges täglich konfrontiert sind. Europäische Partner profitieren von den praktischen Erfahrungen ukrainischer Einsatzkräfte, während die ukrainischen Fachleute Einblicke in moderne Verfahren und internationale Koordinationsstrukturen gewinnen. 

„rescEU’26“ zeigte eindrucksvoll, dass Katastrophenschutz heute nur gemeinsam gedacht werden kann. Die ukrainischen Gäste leisteten einen wichtigen Beitrag zur Übung und brachten Erfahrungen ein, die für die Weiterentwicklung der europäischen Sicherheits- und Katastrophenschutzstrukturen von großer Bedeutung sind. 

Für das Blau-Gelbe Kreuz bot die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Partnerschaften im Bereich des Bevölkerungsschutzes aufzubauen. Der Verein setzt sich seit Beginn des Krieges für die Unterstützung der Ukraine ein und versteht den Austausch von Wissen und Erfahrungen als wichtigen Beitrag zur Stärkung der Sicherheit und Resilienz in Europa. Die Begegnungen in Köln haben gezeigt, wie wichtig Solidarität, Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen über Ländergrenzen hinweg sind.